Brustfehlbildungen

Als Brustfehlbildungen bezeichnet man Veränderungen der Brustform und Brustgröße, welche vom Normalen abweichen und häufig eine chirurgische Korrektur notwendig machen. Die Veränderungen können dabei individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. So kann zum einen die Fehlbildung zu nur minimalen, kaum sichtbaren Veränderungen führen. Zum anderen können die Fehlbildungen sehr ausgeprägt und deutlich sichtbar sein. Dies kann zu erheblichen, vor allem psychischen Beeinträchtigungen der betroffenen Patientin führen. Die körperlichen Veränderungen lassen sich in Kleidung meist kaschieren, stellen aber für die Patientin dennoch eine sehr große Belastung dar. Die Behandlung besteht in der Regel in einer chirurgischen Korrektur, wobei zur Korrektur nahezu alle brustchirurgischen Techniken zur Anwendung kommen können. Rekonstruktion von komplexen Fehlbildungen sind durchaus anspruchsvoll, erfordern eine große Erfahrung und sollten daher nur von sehr gut ausgebildeten Plastischen Chirurginnen und Chirurgen durchgeführt werden.

Da man davon ausgehen kann, dass die Brustentwicklung bei den meisten Patientinnen mit dem Alter von 16 Jahren abgeschlossen ist, kann ab diesem Alter eine operative Korrektur durchgeführt werden. Hierzu ist dann, bei noch fehlender Volljährigkeit, die Zustimmung der Eltern notwendig. Mit einer frühestmöglichen Korrektur kann die körperliche und vor allem psychische Beeinträchtigung erfolgreich behandelt werden. Oft sehen wir Patientinnen, denen aus teils nicht nachvollziehbaren Gründen eine Korrektur erst ab dem 21. Lebensjahr angeraten wurde. Dies führt allerdings nur zu einer unnötig langen Belastung der betroffenen Patientinnen.

Ausgeprägte Brustfehlbildungen stellen eine medizinische Indikation zur operativen Korrektur dar. Die Kosten werden in diesen Fällen von den Krankenkassen übernommen. Die Richtlinien hierzu sind leider immer noch recht uneinheitlich. Als Faustregel bei einer Asymmetrie gilt zum Beispiel eine Größendifferenz von mindestens 50%. Bei nur sehr gering ausgeprägten Brustfehlbildungen erfolgt dagegen oftmals keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Streitpunkt sind immer wieder mittelstark ausgeprägte Fehlbildungen, die durchaus zu einer erheblichen psychischen Beeinträchtigung der betroffenen Patientin führen, bei denen die Krankenkasse aber zunächst eine Kostenübernahme ablehnt. In diesen Fällen lohnt es sich immer, gegen den Ablehnungsbescheid der Krankenkasse Widerspruch einzulegen. Hierzu beraten und unterstützen wir Sie gerne.

Tubuläre Brust (Rüsselbrust, tubular breast, constricted breast)

Eine der häufigsten Brustfehlbildungen ist die tubuläre Brust oder auch Rüsselbrust genannt. Es handelt sich dabei um eine angeborene Fehlbildung welche eine oder beide Brüste betreffen kann. Dabei kommt es während der Pubertät zu einer Störung der Brustentwicklung, sodass sich eine normale Brustform nicht ausbilden kann. Die genaue Ursache dieser Veränderung ist unbekannt, genetische Aspekte werden vermutet. Dabei kommt es wohl zu einer Fehlverteilung von Kollagen bzw. Fehlentwicklung von Kollagen-Fasern.

Die Veränderungen an der Brust können von minimalen bis ausgeprägt reichen. Dabei können Anteile der Brust oder die gesamte Brust betroffen sein. Typische Veränderungen dabei sind: ein vergrößerter Brustwarzenhof (Areola) mit einer deutlich weicheren Gewebestruktur. Die Brustwarze kann dabei kuppelartig vorgewölbt sein. Der Abstand zwischen den Brüsten ist meistens deutlich verbreitert es liegt nur. Die Brust hängt in der Regel stärker, ist dabei schlauchartig verformt und die Unterbrustfalte ist höher gelegen.

Die Einteilung der Veränderungen erfolgt in drei Grade:

Die Brust wird dabei in vier Quadranten unterteilt. Bei Grad eins ist nur der innere, untere Quadrant betroffen. Bei Grad zwei sind die beiden unteren Quadranten betroffen. Bei Grad drei ist die gesamte Brust betroffen.

Die Stillfähigkeit ist in der Regel eingeschränkt oder unmöglich. Eine Schwangerschaft kann aber ganz normal stattfinden.

Die psychischen Auswirkungen dieser Veränderungen können erheblich sein und die psychosoziale Entwicklung der betroffenen jungen Patientinnen erheblich einschränken.

Im Rahmen einer chirurgischen Therapie wird versucht, all diese Veränderungen zu korrigieren und ein annähernd normales Bild der Brust mit Symmetrie zur Gegenseite herzustellen. Dabei kommen unterschiedliche Techniken zur Anwendung. Die oft zu kleine Brust kann mittels Implantateinlage korrigiert werden. Die Konstrikturen und nach narbigen Verwachsungen können dabei vor der Implantateinlage gelöst werden. Dadurch kann sich das Brustgewebe besser entfalten und gleichmäßig über dem Implantat verteilen. Die zu großen Brustwarzenvorhöfe können verkleinert werden. Der sich oft kuppelartig vorwölbende Brustwarzenhof wird dabei gleichzeitig gestrafft.

In ausgeprägten Fällen wird die Korrektur einer tubulären Brust von der Krankenkasse übernommen. Er sollte in jedem Fall vorab ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Asymmetrische Brust (Anisomastie)

im Laufe der Pubertät kann sich eine Brust Anlage bedingt unterschiedlich entwickeln. Eine gewisse, leichte Asymmetrie ist durchaus normal und bei nahezu allen Patientinnen zu finden. Wir sind einfach nicht vollständig symmetrisch. Wird die Asymmetrie allerdings deutlich erkennbar und für die Patientin belastend, besteht die Indikation zur operativen Korrektur.

Hierbei erfolgt in der Regel die Korrektur der kleineren Brust mittels Implantateinlage. Grundsätzlich kann aber auch die größere Brust mittels einer Brustverkleinerung an die kleinere Brust angeglichen werden. Ist der Größenunterschied nicht sehr ausgeprägt, kann die kleinere Brust auch mittels Eigenfett-Transfer vergrößert und angeglichen werden.

Unterentwickelte Brüste (Mikromastie, Mammahypoplasie)

Unter einer Mikromastie versteht man eine im Verhältnis zur Körpergröße und zum Gewicht der Patientin zu kleine und unterentwickelte Brust. So wie wir alle unterschiedlich sind, kann auch die Brustgröße deutlich variieren. Dies muss nicht immer unbedingt pathologisch und krankhaft verändert sein. Vieles hängt auch davon ab, wie die Patientin ihre Brust selber empfindet. Viele Patientinnen leben völlig normal und selbstverständlich mit einer kleinen Brust, die von anderen Frauen als zu klein und unterentwickelt empfunden würde.

Meist sind diese Veränderungen und Unterentwicklungen symmetrisch ausgebildet. Diese Veränderungen können zu erheblichen psychischen Beeinträchtigungen führen.

In den allermeisten Fällen findet sich keine spezifische Ursache für die Unterentwicklung der Brust. Selten gibt es allerdings auch medizinische Ursachen für diese Fehlentwicklung. Hier sind vor allem das an androgenitale Syndrom, Hormonstörungen und Verletzungen der Brust in der Kindheit durch Unfälle oder Operation zu nennen. Auch Infektionen können zu einer Unterentwicklung der Brust führen.

Die Behandlung einer kleinen und unterentwickelten Brust liegt grundsätzlich in der chirurgischen Therapie. Dabei werden zur Korrektur in aller Regel Brustimplantate eingesetzt. Grundsätzlich ist auch eine Behandlung mittels Eigenfett möglich hier muss zum einen allerdings genügend Fettgewebe zur Entnahme vorhanden sein, zum anderen muss damit gerechnet werden, dass mehrere Eingriffe zur endgültigen Korrektur und Erreichen einer zufriedenstellenden Größe notwendig sind.

Symmastie

Bei einer Symmastie fehlt die typische Vertiefung im Dekolletébereich. Beide Brüste scheinen in der Mitte mehr oder minder ausgeprägt zu verschmelzen. Dies kann angeboren oder in häufigeren Fällen erworben nach einer Brustoperation sein. Werden zum Beispiel die Implantate im Rahmen einer Brustvergrößerung zu nah zur Mitte hin platziert, werden unter Umständen die das Dekolleté formellen Fasern in der Brust durchtrennt, sodass die typische Einziehung im Dekolletebereich verloren geht.

Ein solcher Zustand kann nur operativ korrigiert werden. Hierbei werden innere Fixierungsnähte in der Mitte über dem Brustbein gesetzt, umso die natürliche Form des Dekolletés wiederherzustellen.

Fehlende Brust (Amastie)

Hierunter versteht man ein einseitiges oder beidseitiges vollständiges Fehlen der Brust. Dabei fehlen sowohl Brustdrüse als auch Brustwarze. Dies kann angeboren oder erworben sein.

Eine erworbene Amastie wird am häufigsten durch Unfälle, Verletzungen oder Operationen verursacht. Am häufigsten zu nennen ist hierbei die Entfernung der kompletten Brust im Rahmen einer Brustkrebs-Behandlung.

Extrem selten hingegen sind dabei die angeborenen Veränderungen, hierbei fehlt die Anlage der Brust komplett, weder Brustdrüse noch Brustwarze sind angelegt.

Die Rekonstruktionsverfahren sind in beiden Fällen ähnlich. Das Volumen der Brust kann durch Implantateinlage oder Eigenfett-Transfer wiederhergestellt werden. Die Brustwarze und der Brustwarzenhof können mittels verschiedener Verfahren wiederhergestellt werden. Am häufigsten wird dabei die Brustwarzen durch kleine Hautläppchen aus der Brusthaut wiederhergestellt. Der Brustwarzenhof wird dabei tätowiert. Seltener kommen auch Transplantationen aus der Leiste oder den Schamlippen zum Einsatz.

Poland-Syndrom

Das Poland-Syndrom ist eine komplexe, angeborene Fehlbildung der Brust mit Fehlen des großen Brustmuskels (M. pectoralis major) und Fehlen bzw. Fehlbildung der Brustdrüse auf der gleichen Seite. Die Fehlbildung kann bei Frauen und Männern auftreten, die rechte Seite ist etwas häufiger betroffen als die linke. Die Ursache liegt wahrscheinlich in einer Missbildung während der embryonalen Entwicklung. Ist der Brustmuskel vorhanden und fehlt nur die Brustdrüsen, spricht man von einem Amazonen-Syndrom.

Durch das Fehlen des Brustmuskels und die Unterentwicklung der Brustdrüse ist die betroffene Seite immer kleiner. Dies kann durchaus ausgeprägt sein. Die Brustwarze sitzt in der Regel höher, ist aber immer vorhanden.

Weitere Fehlbildungen im Rahmen des Poland-Syndroms sind selten (Zusammenwachsen von Fingern/ Syndaktylie, Fehlbildungen der Rippen, schwächerer Arm auf der betroffenen Seite).

Eine Therapie wird in der Regel plastisch-chirurgisch durchgeführt. Das fehlende Brustvolumen kann dabei durch Implantateinlage korrigiert werden. Gegebenenfalls muss die nicht betroffene Gegenseite verkleinert oder gestrafft werden.

Die genaue Implantatgröße zum Ausgleich der Asymmetrie kann vor der Operation mit Hilfe von Probeimplantaten herausgefunden werden.

Grundsätzlich kann auch eine Brustrekonstruktion durch Eigenfett-Transplantation erfolgen. Meist sind hier allerdings mehrere Sitzungen notwendig. Ebenso besteht die Möglichkeit des Gewebetransfers durch Lappenplastik vom Bauch (TRAM, DIEP). Hier muss allerdings berücksichtigt werden, dass bei den zumeist jungen Patientinnen ein im Vergleich zur Implantateinlage sehr großer operativer Einwand betrieben werden muss, um ein entsprechendes ästhetisches und symmetrisches Ergebnis zu erzielen.

In den sehr seltenen stark ausgeprägten Fällen kann es notwendig sein, auch den fehlenden Brustmuskel mittels eines individuell angefertigten und geformten Silikon-Implantat zu ersetzen. Damit kann, insbesondere beim Mann, die Brustsilhouette wieder sehr gut hergestellt werden.

Akzessorisches (zusätzliches) Drüsengewebe (Polymastie)

Zusätzliches Brustdrüsengewebe kann sich an verschiedenen Stellen des Brustkorbs finden. Am häufigsten ist dabei die Lokalisation unmittelbar vor der Achselhöhle. Oft fällt dies den betroffenen Patientinnen nicht oder erst sehr spät auf. Das Brustdrüsengewebe kann unauffällig sein oder auch im Rahmen der monatlichen Regelblutung anschwellen und zu Beschwerden führen.

Eine chirurgische Behandlung führt hier unkompliziert zum Ziel. Über einen meist kleinen und unauffälligen Schnitt kann das zusätzliche Brustdrüsengewebe entfernt werden. Zur Sicherheit der Patientin wird das entfernte Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung in die Pathologie gesandt.

Akzessorische (zusätzliche) Brustwarze (Polythelie)

Zusätzliche Brustwarzen sind durchaus häufiger aufzufinden. Oft ist dies den Patientinnen nicht einmal bewusst. Auch beim Menschen finden sich, ähnlich zum Tierreich, Anlagen einer sogenannten Brustleiste oder Milchleiste. Daher können, meist in vertikaler Richtung, zusätzliche kleine Brustwarzen unterhalb der Brust angelegt sein. Dies ist ein in der Regel völlig harmloses Phänomen, welches auch nicht unbedingt chirurgisch korrigiert werden muss. Oft erscheint die zusätzliche Brustwarze wie ein kleiner Hautfleck und wurde von den Patienten daher auch nicht bewusst wahrgenommen. In manchen Fällen kann es auch in den zusätzlichen Brustwarzen zu zyklusabhängigen Veränderungen wie Anschwellen, etc. kommen. In extrem seltenen Fällen kann es auch zu einem Sezernieren (Nässen) aus der akzessorischen Brustwarze kommen.

Akzessorische Brustwarzen lasen sich einfach, meist in örtlicher Betäubung entfernen. Zurück bleibt nur eine feine, oft nicht mehr erkennbare Narbe.

Schlupfwarzen (eingezogene Brustwarzen, Hohlwarzen)

Bei Schlupfwarzen sind die Brustwarzen nicht in typischer Weise prominent auf der Brust lokalisiert, sondern mehr oder minder stark in die Brust eingezogen. Dies kann einseitig oder beidseitig sein. Grundsätzlich können Frauen und Männer betroffen sein, klinische Relevanz findet dies allerdings in überwiegendem Maße nur bei weiblichen Patienten. Das ästhetische Problem steht dabei im Vordergrund, nur selten erfordern medizinische Probleme eine konservative Therapie oder operative Korrektur.

Die Ursache liegt in einer Verkürzung der Milchgänge wodurch die Brustwarzen nach innen gezogen werden. Die Brustwarze kann dadurch mehr oder minder stark mit dem darunterliegenden Gewebe verklebt oder verwachsen sein.

Nach Literaturangaben sind ca. 10-20 % aller Frauen von eingezogenen oder invertierten Brustwarzen betroffen. In den meisten Fällen ist dies angeboren, eine spezielle Ursache kann dann nicht festgestellt werden. Andere mögliche Ursachen sind Verletzungen oder Operationen, das deutliche Absacken bei einer großen Brust, extreme Gewichtsreduktion, vorangegangene Entzündungen und in seltenen Fällen ein zu Grunde liegender Brustkrebs, welcher zu Einziehung der Brustwarze führen kann.

In der Pubertät kann das vorübergehend zu eingezogenen Brustwarzen kommen, was für die betroffenen Mädchen dann oft eine erhebliche psychische Belastung darstellt.

Die Veränderungen bei Schlupfwarzen werden in drei Grade eingeteilt:

Grad 1: Hier tritt die Brustwarze bereits bei leichtem Reiz oder spontan heraus

Grad 2: größerer Druck oder Reiz ist notwendig, um die Brustwarze heraustreten zu lassen

Grad 3: die Brustwarzen sind durch die verkürzten Milchgänge so eingezogen oder mit dem darunterliegenden Gewebe derart verwachsen, dass sie auch nicht mehr auf Reiz heraustreten. Die Milchgänge sind oftmals zusammengezogen, einen stillen ist nicht mehr oder nur noch kaum möglich. Hinzu kommen aufgrund einer erschwerten Hygiene Rötungen und Entzündungen.

Es gibt verschiedene konservative Verfahren zur Behandlung von Schlupfwarzen. Durch Massage kann zum Beispiel versucht werden das zusammengezogene und verlangte Gewebe unterhalb der Brustwarze aufzuweichen und zu dehnen. Auch ein Piercing kann helfen, die eingezogene Brustwarze in ihrer korrekten Position zu halten. Verschiedene Saugaufsätze (z.B. Niplette) sollen helfen, die eingezogene Brustwarze herauszuziehen.

Allerdings führen diese Verfahren nach unserer Erfahrung nur in wenigen Fällen zum Erfolg.

Daher erscheint die chirurgische Therapie als einzig effektive Möglichkeit, Schlupfwarzen dauerhaft und ästhetisch anspruchsvoll zu behandeln. Dabei muss das narbige und eingezogene Gewebe unterhalb der Brustwarze gelöst werden. Bei Frauen in stillfähigem Alter kann versucht werden, nur begleitende Bindegewebsfasern zu lösen und die Milchgänge zu schonen. Dies führt allerdings selten zu einem ausreichenden Erfolg. Um die eingezogene Brustwarze dauerhaft nach außen zu bringen, müssen die Milchgänge komplett durchtrennt werden. Die dann hervortretende Brustwarze wird zusätzlich noch mit einer Naht fixiert. Mit diesem Verfahren lassen sich dauerhafte und kosmetisch gute Ergebnisse erzielen, allerdings führt die Durchtrennung der Milchgänge zu einem dauerhaften Verlust der Stillfähigkeit. Darüber hinaus kann es zu Gefühlsstörungen kommen.

Fehlende Brustwarze (Athelie)

Grundsätzlich kann das Fehlen einer Brustwarze angeboren oder erworben sein. Erworben wird das Fehlen einer Brustwarze in aller Regel durch operative Eingriffe, zum Beispiel im Rahmen der Entfernung einer Brust bei Brustkrebs.

Das angeborene Fehlen einer Brustwarze stellt eine sehr seltene Fehlbildung dar. Dabei können Brustwarze und Warzenvorhof komplett nicht angelegt sein oder es liegt nur das Fehlen der Brustwarze vor.

In beiden Fällen kann eine chirurgische Korrektur Abhilfe schaffen. Dabei kann mittels kleiner Hautläppchen, die aus der Brusthaut an entsprechender Position geformt werden, eine neue Brustwarze rekonstruiert werden. Der Brustwarzenhof wird dann in aller Regel mittels Tätowierung nachgebildet. Dies führt zu einem kosmetisch durchaus ansprechenden Ergebnis. Die Funktion der Brustwarze (Stillen) und sensible Funktionen können allerdings dabei nicht wiederhergestellt werden.