Piercen – Körperschmuck mit Gefahr?

Schmuck soll zum Wohlbefinden beitragen oder das Outfit aufpeppen. Auch dauerhafter Schmuck bleibt beliebt – Körperschmuck ist Trend. Neben Tattoos sind auch Piercings sehr gefragt. Der dauerhafte Schmuck kann an Ohren, im Gesicht, dem Bauchnabel oder auch im Intimbereich gestochen werden. Letzteres genießt den Reiz des Geheimnisvollen und wird immer beliebter. Neben Piercings im Genitalbereich zählt auch die Brustwarze zu den Intimpiercings. Ist das ungefährlich?

Jedes Piercing bringt Risiken mit sich, da es sich um Gewebeverletzungen handelt. Es kommt natürlich auf die jeweilige Körperstelle und den damit zusammenhängenden Heilungsprozess an, aber gerade die Brustwarze ist sehr empfindlich. Nachfolgend listen wir einmal sieben Probleme auf, die Sie bei Brustwarzenpiercings berücksichtigen sollten:

  1. Brustabszesse

Eine Rötung der Brustdrüse, meist im oberen äußeren Quadranten, weist auf einen Brustabszess hin. Dies ist meist das Vorbild einer Entzündung und kann bei Piercings häufig zur Folge werden. Durch mangelnde Hygiene geraten Bakterien in die Wunde und stören den Heilungsprozess.

  1. Brustentzündung

Eine Brustentzündung, auch Mastitis genannt, entsteht meist nach einem Brustabszess und demnach durch unzureichende Hygiene. Die bakterielle Entzündung der Brustdrüse ist selten, hat jedoch eine medikamentöse Behandlung und das Entfernen des Piercings zur Folge.

  1. Nur scheinbar unsichtbar

Ein Brustwarzenpiercing muss gut versteckt werden, damit es nicht ungewollt zum Vorschein kommt. Sicherlich gibt es Situationen, in denen die Sichtbarkeit gewünscht ist, am Arbeitsplatz aber eventuell weniger. Gerade bei frisch gestochenen Piercings muss der BH gut gewählt werden, denn zu viel Druck oder gar das Hängenbleiben können fatale Folgen haben. Sollten Termine anstehen, bei denen Brustwarzenpiercings eher unerwünscht sind, muss auf die richtige Kleidung geachtet werden.

  1. Starke Regelschmerzen

Während des Zyklus ist die weibliche Brust besonders empfindlich. Die Sensibilität und das Spannen im Brustbereich werden durch ein Brustwarzenpiercing nicht verringert. Der Fremdkörper kann die Regelschmerzen durch schmerzende Brüste sogar unterstützen.

  1. Narbenbildung

Brustwarzenpiercings können wieder herauswachsen. Dies ist vor allem bei geringer Materialstärke ein Risiko. Die Folge können hässliche Vernarbungen sein. Soll das Brustwarzenpiercing eines Tages weichen, so können ebenfalls Narben bleiben.

  1. Stillen

Das Stillen nach einem Brustwarzenpiercing ist entgegen aller Vorurteile problemlos möglich. Allerdings nur dann, wenn das Piercing professionell gestochen wurde. Beim Stillen sollte das Piercing jedoch entfernt werden, damit das Baby problemlos trinken kann und sich nicht verschluckt.

  1. Andere Brustoperationen

Soll die Brust trotz Brustwarzenpiercing operiert werden, entstehen nur äußerst selten Probleme. Im Normalfall kann das Piercing vor der Operation entfernt werden und direkt oder nach Abheilung wieder eingesetzt werden.

 

Quellen:

https://www.desired.de/beauty/schoene-haut/tattoos-piercings/welche-piercings-gibt-es-uebersicht/

https://www.piercing-store.com/blog/475/das-brustwarzenpiercing-alles-was-du-wissen-musst

https://www.miss.at/6-dinge-die-ich-gerne-gewusst-haette-bevor-ich-mir-die-brustwarze-piercen-liess/

https://www.stillkinder.de/stillen-nach-brustwarzenpiercing/

Bildernachweise:

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