Die ideale Brust?

Rund, klein, groß, ungleich. Es gibt die unterschiedlichsten Brüste auf der Welt und doch ist nicht jede Frau mit ihren zufrieden. So ließen sich in Deutschland im Jahr 2018 3.664 Frauen ihre Brüste vergrößern und 1.470 Frauen verkleinern. Das zeigt bereits, dass die ideale Brust eine höchst individuelle Angelegenheit ist. Sogar Männer lassen sich die Brüste verkleinern. Um genau zu sein, 1.200 von ihnen. Aber warum lässt man sie sich überhaupt operieren und wann ist eine Brust IDEAL?

Über den perfekten Busen wurden sich bereits viele Gedanken gemacht. Ein Gradmesser ist der sogenannte „Nippelmeridian“. Dahinter verbirgt sich eine Formel, welche die vermeintlich idealen Brustproportionen angibt: 45 Prozent des Brustvolumens sollen oberhalb der durch die Brustwarze führenden Linie liegen und 55 Prozent unterhalb. Dabei sollen die Brustwarzen selbst in einem mittleren Winkel nach oben zeigen.

Idealvorstellungen haben in der Regel aber wenig gemein mit der Realität: Denn die Bedürfnisse und Nöte, die zu einer Brustoperation führen, sind ganz individuell. Das fängt schon bei der Brustentwicklung an: Bis zum 20. Lebensjahr sind die Brüste ausgewachsen, doch bei manchen Frauen hören sie gefühlt ab dem 16. Lebensjahr auf zu wachsen.

Ob die Brüste dann als zu groß oder zu klein empfunden werden, hängt von vielen Faktoren ab: von persönlichen Präferenzen, dem sozialen Umfeld, vom individuellen Körperbau, vom Gewicht. Hinzu kommen Aspekte, die alltäglich eine Rolle spielen können: Rückenschmerzen, Probleme beim BH-Kauf, mitunter positives oder negatives Feedback aus dem sozialen Umfeld.

Wann also ist eine Brust ideal? Wenn Frau oder Mann sich tagtäglich nicht mehr negativ Gedanken um sie machen muss.

 

Bildnachweis: Getty Images / traveler1116