Brustschmerzen richtig deuten

Schmerzen in der Brust sind für Frauen ein großes Angstthema und bereiten viele Sorgen. Die Ursachen für die Symptome sind aber ganz unterschiedlich: Das Spektrum reicht vom einfachen Ziehen in der Brust bis hin zum ernsthaften Brustkrebs. Wir erklären, worauf Sie bei Beschwerden achten sollten.

Häufige Ursache

Die meisten Frauen haben häufig Brustschmerzen vor dem Einsetzen ihrer Regel. Das liegt an einem Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron ab der zweiten Zyklushälfte. Es kommt zu Wassereinlagerungen in der Brust. Die Folge ist ein gespannter Busen, der zu schmerzen beginnt. Aus diesem Grund ist ein leichtes Ziehen in der Regel harmlos.

Im Zweifel untersuchen lassen

Wer sich bei Beschwerden unsicher ist, ob es sich um einen Knoten oder Tumor in der Brust handelt, sollte sich einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren. Dieser kann die Brust abtasten, einen Ultraschall machen oder eine Mammografie anordnen. Eine genaue Untersuchung und Diagnose kann zwar nur ein Facharzt stellen, aber sollte sich ein störender Knubbel glatt anfühlen und verschieben lassen, deutet das im Normalfall zunächst auf keine Krebserkrankungen hin. Kritischer ist es aller Wahrscheinlichkeit nach, wenn der Knoten hart und unbeweglich ist, oder sich sogar Flüssigkeit aus der Brustwarze drücken lässt.

„Bei Brustkrebserkrankungen liegen die Heilungschancen derzeit relativ hoch. Auch wenn die Behandlung langwierig und kräftezehrend ist, besiegen etwa 90 Prozent der Erkrankten den Brustkrebs. Je eher der Krebs erkannt wird, desto höher liegen die Genesungschancen“, erklärt Priv. Doz. Dr. Klaus Walgenbach.

Selbstkontrolle als Prophylaxe

Um selbst ein gutes Gefühl für seine Brust zu bekommen und Veränderungen zeitnah festzustellen, empfiehlt es sich, einmal pro Monat etwa eine Woche nach der Regel die Brust abzutasten. Dabei sollte besonders auf die Brustform, den Umfang und das Aussehen der Haut geachtet werden.

 

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