Aufbau und Funktion der Brust

Wir alle wissen, wie die weibliche Brust von außen aussieht und welche Funktionen sie grundsätzlich hat. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter der Hautschicht? Wie sieht die Brust im Inneren aus und welche Schlüsse ergeben sich daraus für den Alltag und für die Medizin?

Unterstützt wird dieses Fettgewebe durch Bindegewebe, Muskeln befinden sich im eigentlichen Brustkörper jedoch nicht. Die Form der jeweiligen Brustkörper kann sich unterscheiden und verändert sich im Verlauf des Lebens ganz natürlich durch das Alter und andere Faktoren wie Schwangerschaften, aber auch die Ernährung.

Unter der weiblichen Brust werden allgemein die rundlichen Auswölbungen auf dem Brustkorb verstanden. Die Brust erstreckt sich am Brustkorb in der Regel von der 2. bis zur 7. Rippe. Beim Mann ist der Aufbau der Brust im Grundsatz gleich, jedoch ist die männliche Brust im Gegensatz zur weiblichen nicht vollständig entwickelt. Befindlich auf dem großen Brustmuskel, dem so genannten Musculus Pectoralis major, besteht die weibliche Brust aus einem Drüsenkörper, welcher durch eine Fettschicht umgeben ist und geschützt wird.

Im Inneren der Brust sind vor allem Blutgefäße und Nervenbahnen von zentraler Bedeutung. Allerdings spielt auch das Lymphsystem eine große Rolle, da es durch seine zahlreichen Drüsen Krankheitserreger aus der Brust abtransportiert. Die wichtigsten Lymphknoten für die Brust befinden sich jedoch in der Achselhöhle. Sollten sich hier also Druckbeschwerden oder gar Schmerzen entwickeln, ist ein Besuch beim Facharzt ratsam.

Bereits angesprochen, befindet sich in der Brust ein Drüsenkörper, der neben dem Fettgewebe den größten und zugleich wichtigsten Teil der Brust ausmacht. Funktion des Drüsenkörpers ist es nämlich, Milch zu produzieren und diese über die Milchgänge zur Brustwarze zu transportieren. Dort wird sie dann von Neugeborenen und Säuglingen zur Nahrungsaufnahme abgeholt.

Die Milchdrüse verfügt dabei über mehrere Drüsenläppchen, die im Fettgewebe der Brust eingebettet sind und so vor Beschädigungen geschützt sind. Die Milchgänge befinden sich am äußeren Ende der Läppchen in Richtung Brustwarze. Ein so genanntes Milchsäcken am anderen Ende der Milchgänge übernimmt die Pumpfunktion beim Stillen und versorgt somit die Säuglinge.

Die Brustentwicklung beginnt im Mittel im Alter von 11 Jahren und ist mit rund 16 abgeschlossen, in seltenen Fällen kann sich der Vorgang aber auch bis ins 18. oder 19. Lebensjahr hinziehen. Unter dem Einfluss einer zunehmenden Östrogenproduktion (weibliches Sexualhormon) beginnen sich in der Pubertät die Brüste in ihrer typischen Form zu entwickeln.

Nach Tanner werden in der Entwicklung der weiblichen Brust fünf Stadien unterschieden:

Stadium 1: Die Brust ist noch flach, die Brustwarze stellt nur eine sehr kleine Erhebung dar.

Stadium 2: In der Pubertät beginnt die weitere Entwicklung von Milchdrüsen und Fettgewebe, dadurch beginnt sich die Brust zu bilden.

Stadium 3: Die Brustwarze färbt sich dunkel.

Stadium 4: Die Umrandung der Brustwarze, der Warzenhof, bildet eine eigene Erhebung.

Stadium 5: Die Umrandung im Bereich des Warzenhofes schwillt wieder ab, die endgültige Brustform bildet sich aus. Bei manchen Frauen kann die Umrandung im Bereich des Warzenhofes aber bestehen bleiben.

In den Phasen 1 bis 4 nimmt das Volumen der Brust zu, der Fettgewebsanteil vergrößert sich.